Linux und das Drucken

oder wie man zu einem papierlosen Büro gezwungen wird

Vor Jahren hatte ich einen HP-Deskjet Tintenstrahldrucker. Dieser funktionierte perfekt mit Linux, hatte für mich jedoch nur einen Nachteil. Jedes Mal wenn ich was drucken wollte, waren die Patronen eingetrocknet…

Irgendwann hab ich dann einen kleinen Samsung Laserdrucker gekauft. Auch dieser funktionierte - nach ein paar SELinux-Anpassungen - unter Fedora problemlos. Als dann nach ein paar Jahren der Toner getauscht werden musste, war dieser teurer, als der Neupreis des Druckers. Ergo, es muss ein anderer Drucker angeschafft werden.

Der neue Drucker sollte:

  • unter Linux funktionieren
  • scannen können
  • ein Laserdrucker sein
  • ein Netzwerkdrucker sein

Nach intensiver Recherche hab ich mich dann für einen Brother DCP-L2520DW entschieden. Die erste Installation Mitte 2014 war denkbar einfach - Treiber von der Brother Webseite heruntergeladen, installiert und fertig. Dann musste ich - irgendwann nach einem Fedora-Update - wieder einmal was drucken. Tja - es funktionierte nicht. Druckertreiber neu installiert und drucken war wieder möglich.

Nächstes Fedora-Update - selbes Spiel. Nach dem Update auf Fedora 24 brachte das Neuinstallieren der Treiber aber nichts mehr. Lt. Cups-Log wurde die Seite an den Drucker gesendet, der druckte aber nicht. Scannen funktionierte weiterhin. Aufgrund verschiedener Tipps in diversen Foren hab ich dann versucht, den Generic PCL6 Treiber von Cups zu verwenden. Ergebnis war, dass jetzt gedruckt wurde. Zumindest kamen bei einem Druckauftrag von einer Seite so viele leere Seiten aus dem Drucker, bis der Druckauftrag am Drucker manuell abgebrochen wurde.

Nach zwei Stunden vergeblicher Suche hab ich dann aufgegeben und von dem Dokument ein PDF erstellt und es dann von meinem Windows 10 Tablett aus gedruckt. Das wird jetzt auch meine Lösung bleiben - bei ca. 5 Seiten/Jahr rechnet sich der Aufwand nicht, noch mehr Zeit in die Fehleranalyse zu investieren.

Würden alle Behörden/Versicherungen usw. digital signierte Dokumente akzeptieren, könnte ich ohne Weiteres auf einen Drucker verzichten.

Dem Brother DCP-L2520DW muss jedoch noch zugutegehalten werden, dass das Scannen bisher noch nie Probleme gemacht hat.

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